WÖRTER VON FRÜHER. MITTEN IM LEBEN.

Mach keine
Fisimatenten!

Wörter von früher – und was sie
uns heute noch erzählen

Ein Wort. Und plötzlich ist alles wieder da: Omas Küche, der erste Kassettenrekorder oder dieser eine Satz von Papa.

Originalcover von Mach keine Fisimatenten!

Zum Wiederentdecken, Schmunzeln
und Weitererzählen.
Ein Buch von Wolf Marbach.

Die Familie wartet abfahrbereit an der Haustür, während der Vater mit der Brille auf dem Kopf noch seine Sachen sucht.
„Wir wollten doch nur los.Fisimatenten: unnötige Umstände, Ausflüchte und Verzögerungen.

MAL GANZ EHRLICH

Welche kennst du noch?

Ein Wort auswählen. Bedeutung entdecken.

Kokolores

Unsinn, unnötiges Getue oder eine zweifelhafte Behauptung.

Mumpitz

Unsinn, der eigentlich keine ausführliche Widerlegung verdient.

Muckefuck

Kaffeeersatz, etwa aus geröstetem Getreide, Malz oder Zichorie. Auch dünner Kaffee kann so heißen.

Lulatsch

Ein großer, häufig etwas schlaksiger Mensch. Auf Familienfotos leicht zu finden.

Zappenduster

Vollständig dunkel. Oder, übertragen: ziemlich schlechte Aussichten.

Quietschfidel

Ausgesprochen munter, vergnügt und voller Energie.

KLEINE WÖRTER. GROSSES KOPFKINO.

Das Leben hat
die besten Wörter.

Manche klingen schon nach einer Geschichte.
Bei diesen hier braucht es nur noch die passende Szene.

Ein sehr großer junger Mann beugt sich beim Familienfoto zu seiner kleinen Tante herunter.01 / MENSCHEN

Lulatsch

Ein großer, oft etwas schlaksiger Mensch. Passt in jede Familie. Nur nicht immer aufs Foto.

Die Szene dazu

„Was bist du für ein langer Lulatsch geworden!“ Ein Satz, den hochgewachsene Jugendliche auf Familienfeiern erstaunlich oft hören. Die Tante freut sich. Der Fotograf geht noch einen Schritt zurück.

Ein kleiner Junge erklärt seiner Großmutter selbstbewusst die Fernbedienung.02 / KINDHEIT

Dreikäsehoch

Noch klein. Aber längst der Meinung, die Sache vollständig überblickt zu haben.

Die Szene dazu

Der Fünfjährige erklärt der Großmutter ausführlich, wie der Fernseher funktioniert. Sie hört geduldig zu. Und tatsächlich: Er hat recht.

Eine Frau erkennt durch den sehr dünnen Kaffee noch das Blumenmuster am Tassenboden.03 / KAFFEETISCH

Blümchenkaffee

So dünn, dass sogar das Blumenmuster am Tassenboden noch mit am Tisch sitzt.

Was dahintersteckt

Die Vorstellung vom sichtbaren Tassenmuster beschreibt ausgesprochen schwachen Kaffee. Muckefuck kann ebenfalls dünnen Kaffee meinen, bezeichnet aber auch Kaffeeersatz.

EIN WORT REICHT MANCHMAL.

„Der Drucker geht besser, wenn man
vorher dreimal auf den Tisch klopft.“

Mumpitz.

Wobei jemand im Büro garantiert behauptet,
dass es gestern funktioniert hat.

Und das sind erst ein paar der Wörter.

Mehr Wörter im Buch entdecken

SPRACHE HAT EINE LANDKARTE

„Bei uns hieß das
aber anders!

Manche Wörter sind nicht verschwunden.
Sie wohnen nur woanders.

Eine Brotscheibe, drei Meinungen – und schon ist das Frühstück ein Gespräch über Herkunft. Wie hieß das bei euch?

Eine belegte Brotscheibe

Stulle Knifte Bemme Schnitte Butterbrot Bütterken

Das Ende des Brotlaibs

Knust Kanten Scherzl Ranft

Gemütlich miteinander reden

klönen schnacken ratschen schwätzen

Drei Menschen zeigen beim Frühstück auf dasselbe belegte Brot und diskutieren vergnügt.
Dasselbe Brot. Jede Menge Gesprächsstoff.

KEIN WLAN. TROTZDEM VERBINDUNG.

Kennst du
das noch?

Hinter manchen Wörtern steckt ein ganzes Stück Alltag.
Und gelegentlich ein Bleistift als Werkzeug.

Ein Jugendlicher sitzt vor einem Kassettenrekorder mit verworrenem Magnetband und hält einen Bleistift zur Rettung bereit.

MUSIK MIT NEBENWIRKUNGEN

Bandsalat

Die Playlist hatte sich
verheddert. Buchstäblich.

Das dünne Magnetband verfing sich im Rekorder und hing in langen Schlaufen heraus. Jetzt halfen Fingerspitzengefühl, ein Bleistift – und Hoffnung.

Wozu der Bleistift?

In eine der Spulenöffnungen der Kassette gesteckt, ließ sich mit ihm das lose Band vorsichtig wieder aufwickeln. Ob die Aufnahme noch zu retten war, zeigte sich erst danach.

Eine Familie der 1970er-Jahre wartet vor einem Röhrenfernseher mit Bildrauschen.

DIE GUTE STUBE

Flimmerkiste

Ein schwerer Kasten, ein kleines Bild und manchmal nur Schnee. Der Fernseher hatte seinen Spitznamen durchaus verdient.

Ein Kind betrachtet im Freibad eine große silberne Münze in seiner Hand; symbolische Szene zum Heiermann.

KLEINES VERMÖGEN

Heiermann

Das Fünfmarkstück der D-Mark. Ein Heiermann fürs Schwimmbad konnte einen ganzen Nachmittag retten.

Hinter vielen dieser Dinge steckt eine ganze Geschichte. Im Buch geht die Zeitreise weiter

DA IST DOCH SCHON ALLES GESAGT.

Vier Wörter.
Vier ganze Situationen.

Man könnte es umständlich erklären.
Oder einfach so sagen.

Zwei Heimwerker reichen sich an einer Werkbank genau das kleine Teil, auf das einer von ihnen zeigt.

Pinökel

„Gib mir mal den da.“ Das kleine Teil, dessen Name gerade fehlt. Und erstaunlicherweise weiß der andere, welches.

Ein Mann tastet sich durch den dunklen Keller; direkt hinter ihm liegt eine Taschenlampe im Regal.

Zappenduster

Nicht schummrig. Nicht schlecht beleuchtet. Vollständig dunkel. Die Taschenlampe? Liegt natürlich direkt hinter ihm.

Ein stolzer Gärtner steht vor den letzten Stümpfen seiner Hecke, während seine Nachbarin ungläubig schaut.

Ratzekahl

Die Hecke. Das Büfett. Der Kuchen. Was ratzekahl ist, duldet kaum Reste. „Ein bisschen kürzen“ war offenbar anders gemeint.

Ein munterer Großvater startet voller Energie in den Tag, der jüngere Nachbar steht noch verschlafen mit seiner Kaffeetasse da.

Quietschfidel

Munter, vergnügt und voller Energie. Besonders schön, wenn eigentlich alle mit dem Gegenteil gerechnet hatten.

SPRACHE BEWAHRT MEHR ALS BEDEUTUNGEN.

Ein Wort.
Und plötzlich sitzt Oma wieder
mit am Küchentisch.

Man hört „Fisimatenten“ – und gleich die Stimme dazu. Ein Wort bringt einen Menschen, einen Ort oder einen ganz gewöhnlichen Nachmittag zurück.

„Das hat mein Vater
ständig gesagt.“

„Was ist denn bitte
ein Heiermann?“

„Bei uns hieß das
völlig anders.“

Aus einer Worterklärung wird eine Familiengeschichte.
Genau solche Gespräche möchte dieses Buch auslösen.

Gelbes Originalcover von Mach keine Fisimatenten! mit Wählscheibentelefon und Smartphone.
Ein Blick aufs Buch · Originalcover vergrößern ↗

DAS BUCH ZUR ENTDECKUNGSREISE

Davon möchtest
du mehr lesen?

Mach keine Fisimatenten!
Wörter von früher – und was sie uns heute noch erzählen
von Wolf Marbach

Zwölf Themenwelten führen durch Familie, Schule, Arbeit, Kaffeeklatsch und die gute Stube. Mit typischen Situationen, Sprachgeschichte und einer gehörigen Portion Humor.

Zum Querlesen, Hängenbleiben und Vorlesen. Denn bei manchen Wörtern möchte man sofort jemanden fragen: „Kennst du das noch?“

192 Seiten · 13,97 × 21,59 cm
ISBN 979-8174273160

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Die Themenwelten ansehen

EIN BLICK INS BUCH

Einmal kurz reinlesen.

Originaltext und Originalillustration.
Ein kleiner Ausschnitt aus „Fisimatenten“.

Originalillustration aus dem Buch: Eine Frau wartet mit den Schlüsseln an der Tür, während ein Mann in Hausschuhen noch einen Einwand vorbringt.
Originalillustration aus „Mach keine Fisimatenten!“

Fisimatenten

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Wolf Marbach · Mach keine Fisimatenten!
Auszug aus dem ersten Kapitel

Das ganze Buch entdecken

EIN STREIFZUG DURCH DAS BUCH

Zwölf Welten.
Und überall etwas Vertrautes.

Von der ersten Schultasche bis zur guten Stube.
Ein Blick auf die Themen des Buches.

01

Kokolores, Mumpitz und Fisimatenten

Unsinn, Getue und unnötige Umstände.

02

Lulatsche, Knilche und andere Gestalten

Menschen, Charaktere und herrliche Beschimpfungen.

03

Dreikäsehoch mit Tornister

Kindheit und Schule.

04

Jetzt gibt’s was zu hören

Flüche, Ausrufe, Standpauken und Zurechtweisungen.

05

Schwofen, poussieren und scharwenzeln

Tanzen, Flirten und Beziehungen.

06

Stulle, Muckefuck und Kaffeeklatsch

Essen, Trinken und regionale Sprachwelten.

07

Plünnen und feiner Zwirn

Kleidung und Mode.

08

Malochen, schuften und Klinken putzen

Arbeit und Beruf.

09

Groschen, Rabattmarken und auf Pump

Geld und Einkaufen.

10

Gute Stube, Krimskrams und Flimmerkiste

Wohnen, Haushalt und Technik.

11

Stromern, wetzen und zugange sein

Unterwegssein und Freizeit.

12

Zappenduster, ratzekahl und quietschfidel

Wörter, die Situationen besonders anschaulich machen.

GEBURTSTAG · FAMILIENBESUCH
WEIHNACHTEN · EINFACH SO

VERSCHENK DOCH MAL GESPRÄCHSSTOFF.

Ein Geschenk,
das etwas ins Rollen bringt.

Eltern finden vertraute Wörter wieder. Kinder entdecken, was damit gemeint war. Großeltern erzählen die Geschichte dazu. Und spätestens beim Wort „Bemme“ mischt sich die andere Seite der Familie ein.

Für Eltern, Großeltern, Freunde, Kollegen und alle, die an Sprache ihre Freude haben.

Das Buch als Geschenk entdecken

DER AUTOR

Wolf Marbach

In „Mach keine Fisimatenten!“ versammelt Wolf Marbach Wörter und Ausdrücke aus Alltag, Familie, Schule und früheren Lebenswelten.

Im Mittelpunkt stehen die Geschichten hinter den Wörtern – und die Gespräche, die daraus zwischen Generationen entstehen können.

MANCHES IST ZU SCHÖN, UM ES ZU VERGESSEN.

Nimm ein Wort mit.
Erzähl es weiter.

Und wenn du davon mehr möchtest:
„Mach keine Fisimatenten!“ von Wolf Marbach.

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