Willy Groth – Erinnerungen an ein Leben im 20. Jahrhundert
Ein Leben zwischen Kaiserreich, zwei Weltkriegen und einem zweiten Anfang.
Willy Groths Leben begann im Kaiserreich und führte durch Krieg, wirtschaftliche Not, beruflichen Aufstieg und den Verlust fast alles Vertrauten. Seine Aufzeichnungen erzählen, was einen Menschen trägt, wenn ein sicher geglaubtes Leben immer wieder zerbricht.
1887–1972. Ein Leben, zweimal aufgebaut.
1887–1939 · Stolp und Rathsdamnitz
Vom Dorfjungen zum Tischlermeister.
Schon als Junge wusste Willy, dass er Tischler werden wollte. Doch der Weg vom Dorf zur eigenen Werkstatt führte über harte Lehrjahre, Krankheit, Berlin und Entscheidungen, die sein ganzes späteres Leben prägen sollten.
„Ich hatte immer nur eine Antwort: ich will Tischler werden!“
1914 und 1945
Der erste Krieg unterbrach sein Leben. Der zweite zerstörte, was er aufgebaut hatte.
Der Erste Weltkrieg riss Willy aus seinem Beruf und führte ihn weit fort von zu Hause. Jahrzehnte später holte ihn der Krieg erneut ein – zu einem Zeitpunkt, als er glaubte, sein Leben längst aufgebaut zu haben.
Als die Front näher rückte, blieb kaum Zeit für Entscheidungen. Eine Trennung begann, deren Ausgang niemand kannte.
Würde die Familie einander jemals wiedersehen?
7. März 1945
Der Schlüssel blieb neben der Werkstatttür zurück.
Am 7. März 1945 stand Willy vor dem, was er sich in Jahrzehnten aufgebaut hatte. Für einen letzten Blick blieb kaum Zeit.
„Noch einmal gehe ich durch alle Räume … Ich schließe die Werkstatttür ab, hänge den Schlüssel neben die Tür.“
Mit wenig Gepäck und ohne Gewissheit begann ein Weg, dessen Ende er nicht kennen konnte.
25. März 1945
Danzig stand in Flammen.
Eine Stadt, die Willy aus besseren Jahren kannte, verwandelte sich innerhalb weniger Tage in ein Inferno. Zwischen Feuer, Angriffen und zusammenbrechenden Straßen versuchte er zu helfen – und zugleich einen Ausweg zu finden.
„Ein einziges Flammenmeer. Ganz Danzig stand in Flammen.“
Willys Weg führte weiter. Ob seine Familie noch lebte, wusste er nicht.
Kopenhagen, 1945
Was er seit seiner Jugend gelernt hatte, half nun den Kindern im Lager.
Im Lager wurde das Handwerk für Willy zu mehr als einem Beruf. Mit einfachsten Mitteln begann er, etwas für die Kinder zu schaffen – und fand darin selbst einen Halt, den er dringend brauchte.
„So konnte jedes Kind mit einem Spielzeug bedacht werden.“
Was aus dieser stillen Arbeit entstand, erzählt viel über einen Mann, der nie große Worte über sich selbst verlor.
1945–1946
Ein Geburtstag, ein Weihnachtsfest und Monate ohne Gewissheit.
Monate vergingen zwischen Listen, Gerüchten und ausbleibenden Nachrichten. Jeder Tag brachte dieselbe Frage, auf die niemand eine verlässliche Antwort geben konnte.
„Die Hoffnung habe ich niemals aufgegeben …“
April 1946
„Unsere Gedanken Tag und Nacht: Heimat.“
Aus der Erinnerung zeichnete Willy Haus und Werkstatt in Stolp. Dann erreichte ihn nach langer Zeit eine Nachricht, die alles verändern konnte.
„Ich habe Deinen Brief empfangen und weiß: Du lebst.“
Was dieser Brief bedeutete und welche Wege hinter der Familie lagen, erzählt das Buch anhand von Willys eigenen Aufzeichnungen, Zeichnungen und Dokumenten.
Erinnerungen, Zeichnungen und Dokumente bewahren die ganze Geschichte.
Dinklage, ab 1946
Er hatte schon Inflation und Wirtschaftskrise überstanden. Nun begann er noch einmal von vorn.
Nach Flucht und Lagerleben begann für Willy eine neue Prüfung. Nichts von dem, was früher selbstverständlich gewesen war, galt noch. Ob Erfahrung, Handwerk und Wille für einen wirklichen Neuanfang reichen würden, war offen.
Eine bewahrte Lebensgeschichte
Ein Enkel bewahrt die Stimme seines Großvaters.
Als ich die handschriftlichen Aufzeichnungen meines Großvaters las, wurde ein ganzes Jahrhundert lebendig. Aus seinen Erinnerungen, Fotografien, Zeichnungen und Dokumenten entstand ein persönliches Buch über einen Mann, der selten große Worte machte – und gerade deshalb viel zu erzählen hat.
Wolf Marbach Autor und Herausgeber
Kostenlose Einblicke in Willys Leben
Zwischen Front und Heimat
Die erhaltenen Aufzeichnungen sind unvollständig und nicht im Buch enthalten.
Die 22 erhaltenen Seiten gehören nicht zum Buch. Sie dokumentieren Willys Erlebnisse im Ersten Weltkrieg in seiner eigenen Sprache. Weitere Seiten gingen verloren; das PDF wird deshalb bewusst als unvollständiges historisches Dokument veröffentlicht.
Einberufung · Rumänien · Serbien · Mazedonien · Krankheit · Westfront · Heimkehr
PDF · 22 erhaltene Seiten · kostenlos · ohne Anmeldung
Das Buch
Leben, Krieg und Flucht – Niemals gab ich auf
Willy Groth – Erinnerungen an ein Leben im 20. Jahrhundert
Ein persönliches Jahrhundertleben, erzählt aus handschriftlichen Aufzeichnungen, Familienfotos, Zeichnungen und Originaldokumenten. Nah an Willy Groths eigener Stimme – sachlich, still und gerade deshalb eindringlich.
- Kindheit und Handwerk im Kaiserreich
- Krieg und Heimkehr
- Familie und Selbständigkeit
- Verlust und Flucht
- Lagerleben und Hoffnung
- Der Versuch eines neuen Anfangs
Produktangaben
- Autor und Herausgeber
- Wolf Marbach
- Erinnerungen und Originalaufzeichnungen
- Willy Groth
- Sprache
- Deutsch
- Taschenbuch
- 100 Seiten
- ISBN
- 9798549834453
- Erstveröffentlichung
- 2021
Preise und Verfügbarkeit werden von Amazon festgelegt und können sich ändern.
1887–1972 · Ein Leben, zweimal aufgebaut
Was trägt einen Menschen durch ein Jahrhundert der Umbrüche?
Wie viel kann ein Mensch verlieren, ohne sich selbst zu verlieren? Willy Groths Aufzeichnungen geben darauf keine einfache Antwort.
Sie zeigen einen Mann, der weiterging – oft ohne zu wissen, wohin ihn der nächste Schritt führen würde.
Eine wahre Geschichte über Verlust, Hoffnung und die leise Kraft, nicht aufzugeben.